This is my photo blog…

rss-feed
RSS-feed

Eure Meinung

Phänomen des Schwarzschildeffektes

January 28, 2009
Autor: Marcus

Der Schwarzschildeffekt ist nach Karl Schwarzschild benannt, der diesen 1899 entdeckte.
Besonders bei extrem langen Belichtungszeiten, wie es bei Nachtaufnahmen meist üblich ist, tritt dieses Phänomen verstärkt auf, da die Filmempfindlichkeit stark abnimmt.

Eine Schwierigkeit ergibt sich daraus, dass der schwarze Hintergrund einen großen Teil des Nachtphotos einnimmt. Da meistens zusätzlich zum dunklen Hintergrund noch eine geringe Beleuchtung des zu photographierenden Objektes hinzu kommt, entsteht oft eine fehlerhafte Belichtungsmessung. Die Bildelemente werden zu kurz belichtet und verblassen stark. Oft ist in diesem Zusammenhang vom so genannten „Absaufen“ die Rede.

Ein weiteres Problem sind die hohen Kontraste zwischen beispielsweise dem schwarzen Nachthimmel und einer stark beleuchteten Kirche. Kein Film ist in der Lage dies zu überbrücken. Hier muss man ganz klar Kompromisse eingehen!

Farbfilme sind vom Phänomen des Schwarzschildeffekts besonders betroffen. Hier treten oft sogar Farbverschiebungen auf. Diese wirken aber oft im blau-violetten Bereich besonders interessant. Photographiert man allerdings mit Digitalkameras, kommt es nicht zum „Absaufen“, da ihre Bildsensoren nicht an Empfindlichkeit verlieren.

Da der Schwarzschildeffekt temperaturabhängig ist, wäre er in Sibirien bei rekordverdächtigen Temperaturen wohl eher nicht mehr zu beobachten. Bei uns werden wir mit solchen Temperaturen zwar nicht rechnen dürfen, aber eine Langzeitkorrektur darf in knackig kalten Winternächten schon etwas nach unten korrigiert werden.

Um den Schwarzschildeffekt halbwegs korrigieren zu können, muss die angegebene Belichtungszeit verkürzt werden. Dies ist allerdings von Film zu Film unterschiedlich. Genaueres findet sich hier im Internet des jeweiligen Herstellers.


1 Stern2 Stern3 Sterne4 Sterne5 Sterne
Loading ... Loading ...
 

Kommentar abgeben


 
© Night Photography - Die Pracht der Nacht