Autor: Marcus Kategorien
Neueste Beitäge
Eure Meinung
Autor: Marcus Wenn der Betrachter eines Bildes, Fotos, Bildschirms oder Comics den Eindruck einer dreidimensionalen Darstellung auf einer Fläche hat, spricht man von Tiefenwirkung.
Durch die geschickte Konstruktion von Perspektiven wird das flache Bild nicht nur in seinen wahren Ausmaßen in Höhe und Breite wahrgenommen, es scheint auch nach hinten zu fluchten. Die Dimension der Tiefe wird durch die Verkürzung der Linien erreicht, aber auch Licht/Schatten-, bzw. Hell-Dunkel-Verhältnisse und Warm-Kalt-Kontraste der Farbe können auf das Auge den Eindruck einer räumlichen Darstellung ausüben. Das am Computer bewerkstelligte Shading gehört ebenfalls in diese Methodik.
Auch über Unschärfe und Größenverhältnisse kann natürlich der Raum definiert werden. Je näher etwas am Betrachter herangerückt ist, umso größer erscheint der Gegenstand und andersherum. Auch sind in weiter Ferne liegende Objekte nicht so deutlich zu erkennen und somit verschwommen.Bilder sind trügerisch, denn die Tiefenwirkung ist im Grunde genommen eine Art optische Täuschung: Das Auge meint etwas wahr zu nehmen, das so nicht wahr ist.
Geschickte Maler, Zeichner und Fotografen legen in ihren Bildern Tiefenschärfe an, in dem sie die Fluchtpunkte berechnen, sich mit den Verkürzungen auskennen und auch die psychologische Ebene über die Wirkung von Farben nicht außer Acht lassen.